Inland
Sánchez wirft Russland und Israel Fehlinformationen zur Ceuta-Krise vor
Spaniens Ministerpräsident Sánchez beschuldigt Russland und Israel, mit Falschmeldungen die Situation in Ceuta verschärft zu haben.

Pedro Sánchez, der Ministerpräsident Spaniens, hat Russland und Israel beschuldigt, durch die Verbreitung von Falschinformationen die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta angeheizt zu haben. Nach seinen Aussagen sollen gezielt Desinformationen verbreitet worden sein, die zu einem massiven Ansturm von über 72.000 Menschen auf Ceuta Ende Juli führten.
Die spanischen Behörden berichten, dass in den zwei Tagen des Ansturms mindestens 91 Menschen starben. Sánchez stellte fest, dass diese Akteure das Land mit einer gezielten Kampagne überzogen haben, um die Drahtzieher des Ansturms zu diskreditieren.
In Reaktion auf die Vorwürfe wies Israel die Anschuldigungen als „dreiste Lüge“ zurück. Ein Sprecher erklärte, dass die Vorwürfe unbegründet seien und nicht mit den Tatsachen übereinstimmten.

Spaniens Regierung untersucht weiterhin die Hintergründe des Vorfalls und plant, zusätzliche Hilfen bereitzustellen, um die stark belastete Exklave zu unterstützen. Es wird über weitere Millionenhilfen nachgedacht, um die Situation zu stabilisieren.
Die spanische Exklave Ceuta hat sich zur Lage eines Brennpunkts entwickelt, und die Vorwürfe gegen Russland und Israel kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Italien seine Grenzkontrollen zu Spanien verlängert hat.