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Freitag, 23. Oktober 2026

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Serbien plant Staatsbegräbnis für Kriegsverbrecher Ratko Mladic

Die serbische Regierung hat angekündigt, dass Ratko Mladic mit militärischen Ehren beigesetzt werden soll.

Archivbild: Serbien plant Staatsbegräbnis für Kriegsverbrecher Ratko Mladic
ArchivbildBild: Michael Büker · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Die serbische Regierung hat bekannt gegeben, dass Ratko Mladic, der ehemalige bosnisch-serbische General und verurteilte Kriegsverbrecher, mit allen militärischen und staatlichen Ehren beigesetzt werden soll. Dies wurde vom Justizminister Nenad Vujic bestätigt, der in einem Interview mit dem bosnisch-serbischen Fernsehsender ATV erklärte, dass 'General Mladic ein General sei' und die entsprechenden Protokolle befolgt würden.

Vujic fügte hinzu, dass die Regierung respektiere, was Mladic zustehe. Dies bedeutet, dass die Planungen für das Staatsbegräbnis bereits in Gang gesetzt wurden. Medienberichte deuten darauf hin, dass die Beisetzung in Belgrad stattfinden könnte, wo Mladic ansässig war und unter der serbischen Bevölkerung Anklang fand.

Die Ankündigung erfolgt nach dem Tod von Mladic im Gefängniskrankenhaus in Den Haag, wo er eine lebenslange Haftstrafe wegen Kriegsverbrechen absitzen musste. Sein Ableben hat verschiedene Reaktionen in Serbien und darüber hinaus ausgelöst.

Archivbild: Serbien plant Staatsbegräbnis für Kriegsverbrecher Ratko Mladic
ArchivbildBild: UN International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Diese Entscheidung ist in der öffentlichen Diskussion um die Geschichte und die Verantwortung der serbischen Führung in den Konflikten der 1990er Jahre verankert. Mladic war als einer der Hauptverantwortlichen für die Gräueltaten während des Bosnienkriegs bekannt und wurde als 'Schlächter der Balkane' bezeichnet.

Die Unterstützung für Mladic sowie die seiner militärischen Ehrungen werden von verschiedenen politischen Gruppen in Serbien als wichtig erachtet. Kritiker argumentieren hingegen, dass eine solche Ehrung das Gedenken an die Opfer der Kriegsverbrechen in den Schatten stellt.

Die serbische Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu möglichen internationalen Reaktionen auf das geplante Staatsbegräbnis geäußert. Berichten zufolge könnte das Begräbnis sowohl innerhalb als auch außerhalb von Serbien zu emotionalen Debatten führen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Stellungnahmen und Entwicklungen in den kommenden Tagen erfolgen werden.